{"id":2202,"date":"2020-12-22T07:30:17","date_gmt":"2020-12-22T05:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/?page_id=2202"},"modified":"2020-12-22T14:51:55","modified_gmt":"2020-12-22T12:51:55","slug":"text-angst-im-gespraech-2005","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/texts\/text-angst-im-gespraech-2005\/","title":{"rendered":"Text 10: Angst im Gespr\u00e4ch 2005"},"content":{"rendered":"<p><center><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-2207 lazyload\" title=\"Angst im Gespr\u00e4ch 2005 Keramik Skulpturen, Pulverturm Oldenburg, Photo Guido Schiefer je Kopf 50-60cm hoch\" data-src=\"https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-1024x683.jpg\" alt=\"Angst im Gespr\u00e4ch 2005 Keramik Skulpturen, Pulverturm Oldenburg, Photo Guido Schiefer je Kopf 50-60cm hoch\" width=\"904\" height=\"603\" data-srcset=\"https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/12\/2005_Angst-im-Gespra\u0308ch2-904x603.jpg 904w\" data-sizes=\"(max-width: 904px) 100vw, 904px\" src=\"data:image\/svg+xml;base64,PHN2ZyB3aWR0aD0iMSIgaGVpZ2h0PSIxIiB4bWxucz0iaHR0cDovL3d3dy53My5vcmcvMjAwMC9zdmciPjwvc3ZnPg==\" style=\"--smush-placeholder-width: 904px; --smush-placeholder-aspect-ratio: 904\/603;\" \/><\/center><\/p>\n<p style=\"font-size: 9px; margin-top: -30px; text-align: right; padding-right: 10px;\">Installation &#8211; Angst im Gespr\u00e4ch &#8211; Fear in Conversation &#8211; 2005  Ceramic Sculptures h ~ 50 cm Pulverturm \u00f8 8m Oldenburg<br \/>\nCurated by Dr. Sabine Isensee, Photograph Guido Schiefer<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">ZU DEN FOTOGRAFIEN, ZEICHNUNGEN UND SKULPTUREN VON HELLA BERENT<br \/><strong>\u00c4GYPTISCH BLAU \u2013 KOSMISCHE FARBE DES ORIENTS<br \/>Dr. Sabine Isensee<\/strong><\/p>\n<p>Bereits im dritten Jahrtausend vor Christus wurde im Alten Orient das Pigment \u00c4gyptisch Blau aus Calcium-Kupfer-Silikaten k\u00fcnstlich hergestellt und als Farbstoff in der Malerei verwendet. Nur \u00fcber ein aufwendiges Syntheseverfahren konnte das wertvolle Pigment gewonnen werden, das einst die pr\u00e4chtigen Kronen und Sarkophage der Pharaonen zierte. \u00c4gyptisch Blau galt als Symbol der Unsterblichkeit und Quell des Lebens, weshalb die Farbe dem G\u00f6tter- und Totenkult vorbehalten war. Mit dem Untergang der Antike ging auch das Wissen um die geheimen Rezepturen verloren. Anhand von historischen Originalproben wird erst in heutiger Zeit die Herstellung von \u00c4gyptisch Blau wissenschaftlich erforscht1 und auch k\u00fcnstlerisch erschlossen.<\/p>\n<p>Die in Thedinghausen geborene und in K\u00f6ln lebende K\u00fcnstlerin Hella Berent begibt sich in ihren Werken auf die Suche nach dem legend\u00e4ren Blau. Daf\u00fcr reiste sie in den Jahren 1999 bis 2001 an die Orte des Ursprungs, um in \u00c4gypten Antworten und Zeugnisse fr\u00fcherer Kulturen zu finden. Erstaunlicherweise fand die K\u00fcnstlerin nur sp\u00e4rliche Hinweise. In Kairo entdeckte sie schlie\u00dflich in Moscheen und Museen alte osmanische blaue Fliesen und pharaonische Fayencen, die sie inspirierten, mit den alten Herstellungsrezepten des Pigments zu experimentieren.<\/p>\n<p>Weitaus mehr Erkenntnisse \u00fcber das \u00c4gyptisch Blau gewann Hella Berent jedoch in der geistigen Anschauung der sie umgebenden Natur. In Marsa Matruh und Assuan, im iranischen Isfahan und Persepolis, im t\u00fcrkischen Lykien und Antalya wird sie von der intensiven, magischen Farbe des Himmels und der Meere beeindruckt. Erst in dieser Naturerfahrung gelingt es Hella Berent, \u00c4gyptisch Blau nach zu empfinden, \u00f6ffnet sich ihr Blick f\u00fcr die \u201eZ\u00e4rtlichkeit dieser Materie\u201c. In einem ihrer Gedichte hei\u00dft es:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\">Das blaue Feuer des Lichts<br \/>\nbreitet sich \u00fcber die Himmel der Meere<br \/>\nspielt mit dem Mund der Smaragde<br \/>\nich muss dich fragen<br \/>\ndas Orchester ist fort?<br \/>\nhell strahlt die ferne Weite des Horizonts<\/p>\n<p style=\"padding-left: 120px;\">beugt sich nach dem Spiel<br \/>\nvorn\u00fcber aus der Neigung des Zenits<br \/>\n\u2013 stetig steigt das Blau leicht in die dichte Farbe<\/p>\n<p>In den Fotografien, Zeichnungen und keramischen Skulpturen von Hella Berent spiegelt sich nuancenreich das Farbspektrum von \u00c4gyptisch Blau wider. So entsteht in der k\u00fcnstlerischen Auseinandersetzung ein Zyklus von Kobalt bis Kupferblau, der die besondere Faszination des Menschen zu Luft und Wasser, den Urelementen des Lebens, ergr\u00fcndet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ihrer Reisen in \u00c4gypten, Iran und der T\u00fcrkei entstand eine Serie von landschaftlich gepr\u00e4gten Fotografien, die durch Kunstgriffe wie konkrete Ausschnitte und Doppelbelichtung abstrakten Charakter gewinnen. Durch diese kompositorischen Mittel der Verfremdung treten die realen Orte in den Hintergrund, vielmehr lenkt Hella Berent den Blick des Betrachters gezielt auf die subjektiv erlebten Farbr\u00e4ume und erhebt sie zur Metapher von \u00c4gyptisch Blau. Wir sehen leuchtend t\u00fcrkise Meere, die mit der Unendlichkeit des Himmels sanft verschmelzen und sich in allen Schattierungen im Wasser widerspiegeln oder sich in vielf\u00e4ltigen Wechselspielen von wogenden Wellen und Lichtbrechungen steigern.<\/p>\n<p>In den Doppelbelichtungen \u00fcberlagern sich architektonische R\u00e4ume mit blauen Sph\u00e4ren, die den Bildraum um eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Tiefendimension erweitern, so dass \u00fcberraschende Blickwinkel und neue inhaltliche Aussagen entstehen. So verwandelt sich beispielsweise die syrische Ruinenstadt Palmyra (Abb. S. 70) durch die malerische Synthese mit dem Genfer See in einen mystisch wirkenden Ort. Die K\u00fcnstlerin gewinnt der Landschaft auf diese Weise nicht nur eine eigent\u00fcmliche Poetik ab, sondern setzt die urspr\u00fcngliche Bedeutung von Photographie (griech.) phos = Licht und graphie = schreiben, also die \u201eLichtzeichnung\u201c, sinnbildlich um.<\/p>\n<p>Kunst bedeutet f\u00fcr Hella Berent die Ausdehnung auf die Ganzheit des Menschen, sie \u201eflie\u00dft in ihrem K\u00f6rper\u201c, was insbesondere die Reihe der Selbstportr\u00e4ts verdeutlicht. In einigen dieser fotografischen Portr\u00e4ts greift die K\u00fcnstlerin die verfremdende Wirkung der doppelten Belichtung und der Blauflutung auf. Diese Fotografien korrespondieren mit einer Reihe von gro\u00dfformatigen Portr\u00e4ts, die an ihrem Wohnort K\u00f6ln entstanden sind. Sie zeigen Hella Berent in anonymer R\u00fcckenansicht, umrankt von maigr\u00fcner Natur. Der Blick des Betrachters wird auf die langen blauschwarzen Haare der K\u00fcnstlerin gelenkt, die weich flie\u00dfend, die Rhythmik von Wasser und Himmel assoziieren. Seit Jahrtausenden gelten Haare als Symbol f\u00fcr Vitalit\u00e4t und Lebenskraft, insofern bekunden die Fotografien die Weisheit fern\u00f6stlicher Philosophie: das Einssein des Menschen mit der Natur. Bereits seit ihrem Studium setzt sich Hella Berent zeichnerisch mit dem Thema Raum auseinander. Auch die aktuellen Buntstiftzeichnungen sind als subjektiver Dialog und intuitive Reaktion auf die Wirklichkeit zu verstehen oder wie die K\u00fcnstlerin selbst bemerkt: \u201eDas Ziel ist, Eingebung zu erkennen und darzustellen, das Bewusstsein in die Wahrnehmung der Gestalt von Gef\u00fchl und Denken im Raum zu \u00f6ffnen.\u201c<br \/>\nTitel wie \u201eAntalya\u201c (Abb. S. 69), \u201eMittelmeer\u201c (Abb. S. 65) oder \u201eNil\u201c (Abb. S. 89) verdeutlichen, dass die Zeichnungen parallel zu den Fotografien w\u00e4hrend ihrer Reisen entstanden sind. Die Motive sind jedoch abstrakt. Auf Pergamin und B\u00fcttenpapier verdichten sich feine, schwungvolle Linien rhythmisch zu einem Spannungsfeld von Stille und Dynamik, das farbige Energiespuren erahnen l\u00e4sst. In diesem Fluss der Zeichnung klingen nicht nur Fluten von Himmel, Meer und Haar an, sondern beginnen R\u00e4ume zu flie\u00dfen: Zeichnung wagt hier dietranszendente Grenz\u00fcberschreitung.<\/p>\n<p>Der Wechsel von Dimensionen, das sinnliche Erleben von konkreten und immateriellen R\u00e4umen zeigt sich komprimiert in der Pr\u00e4sentation ihrer keramischen Skulpturen. Im Jahr 1998 begann Hella Berent sich k\u00fcnstlerisch dem Medium der Keramik zu widmen. Am Europ\u00e4ischen Keramik Werkzentrum (EKWC) im niederl\u00e4ndischen \u0301s-Hertogenbosch fand sie ideale Voraussetzungen vor, das Material Ton auf vielf\u00e4ltige Weise auszuloten. In dieser Zeit reifte auch der Gedanke, mit dem Spektrum von t\u00fcrkisblauen Glasuren zu experimentieren: \u201eUnd dann war pl\u00f6tzlich die Idee entstanden, Himmel und Erde durch das Brennen im Feuer zu binden. Glas, Glasur \u2013 Glasur auf Ton aufzutragen und durch die Dauer der Hitze das Blau mit der Erde zu verschmelzen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr ihre keramischen Skulpturen nutzt Hella Berent das ungew\u00f6hnliche Material von Ziegelsteinen. Der Backstein gilt als der \u00e4lteste k\u00fcnstliche Baustoff, so l\u00e4sst sich seine Verwendung anhand von Funden in Mesopotamien auf \u00fcber f\u00fcnftausend Jahre zur\u00fcckverfolgen. Die K\u00fcnstlerin gewinnt dem archaischen Werkstoff eine au\u00dfergew\u00f6hnliche \u00c4sthetik ab, indem sie auf die ansonsten stumpfe Oberfl\u00e4che von Ton Glasuren aufbringt. Durch die blaue Glasur verwandelt sich die Materie zu irisierender Malerei, die von tiefem Kobalt zu lichtem T\u00fcrkis changiert. Die Skulptur \u201eDas Verschwinden der Arbeit\u201c (Abb. S. 64) ist in einer Gr\u00f6\u00dfe von 2,8 m2 in Form einer Stufenpyramide geschichtet. Au\u00dfen sind einige blau glasierte Steine gestreut verteilt, so dass darunter naturbelassene Steine aufblitzen. Die K\u00fcnstlerin spielt mit diesem Objekt auf die Bauweise fr\u00fcher Pyramiden im alt\u00e4gyptischen Reich an, die aus aufeinander gesetzten, sich verj\u00fcngenden Lehmziegeln errichtet waren und als religi\u00f6se Grabst\u00e4tten dienten.<\/p>\n<p>Die keramischen Skulpturen von Hella Berent erwecken im Stadtmuseum eine neue architektonische Wahrnehmung und Wirkung, beginnt ein reizvolles Wechselspiel zwischen Innen- und Au\u00dfenraum. Auch mit der blauen Winkels\u00e4ule \u201eOldenburger Stange\u201c (Abb. S. 68) im Museumsgarten und der \u201eMauerscheibe\u201c (Abb. S. 88) im Entree des Claus-H\u00fcppe-Saals verbinden sich zeitliche Dimensionen von kulturellem Ged\u00e4chtnis mit Gegenwart, paart sich orientalische Sch\u00f6nheit mit aktueller Kunst. In der Neuen Galerie ruht auf dem Boden die aus 408 blau glasierten Ziegeln gebaute Mauer \u201eSleeping Wall\u201c (Abb. S. 73). Das r\u00e4umliche Schichten von Steinen inspiriert die K\u00fcnstlerin immer wieder zum Spiel mit der Wandelbarkeit der Formen: so erweckt die Skulptur in der Aufsicht eine erstaunliche Tiefendimension, w\u00e4hrend von der Seite die Linearit\u00e4t betont wird. Diese Ambivalenz spiegelt sich auch im Ausdruck der \u201eSleeping Wall\u201c wider, massiv und fl\u00fcchtig zugleich lauert in ihr das Ungeahnte: erblicken wir einen Ort des Schweigens oder des Erwachens?<\/p>\n<p>F\u00fcr ihre Pr\u00e4sentation nutzt die K\u00f6lner K\u00fcnstlerin nicht nur den Innen- und Au\u00dfenraum des Stadtmuseums, sondern auch die besondere Architektur des mittelalterlichen Pulverturms. Im ged\u00e4mpften Licht des Gew\u00f6lbes umf\u00e4ngt den Betrachter ein unnahbarer Ring des Schweigens: k\u00fchle, blaugr\u00fcne K\u00f6pfe aus Keramik starren ihn an. Durch die Abtrennung vom K\u00f6rper wirken die K\u00f6pfe wie unheilvolle W\u00e4chter des Schicksals, Bedr\u00fcckung klingt auch im Titel \u201eAngst im Gespr\u00e4ch\u201c (Abb. S. 62\/63) an. Als psychischer Ort der Gedanken steht der Kopf f\u00fcr die Instanzen des Ichs, als Symbol des menschlichen Bewusstseins. Die Skulpturen tangieren existentielle Fragen und erschlie\u00dfen eine neue Sicht auf den Pulverturm. So wird der Raum zum Ort der wandelnden Erkenntnis, in dem sich Gesteinsschichten, Zeit- und Erinnerungsschichten wechselseitig \u00fcberlagern. Mit ihren Fotografien, Zeichnungen und keramischen Skulpturen belebt Hella Berent auf vielf\u00e4ltige Weise das \u00c4gyptisch Blau. \u00c4gyptisch Blau bleibt jedoch keine unnahbare Farbe des Orients, sondern fasziniert durch Bedeutungsreichtum und Ausstrahlung hier in Oldenburg, eingefangen als sinnlich erfahrbarer Raum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.hellaberent.de\/2005_Text_S-Isensee_HB.pdf\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Text German<\/a> (PDF)<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.hellaberent.de\/2005_Text_S-Isensee_HB-engl.pdf\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Text English<\/a> (PDF)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Installation &#8211; Angst im Gespr\u00e4ch &#8211; Fear in Conversation &#8211; 2005 Ceramic Sculptures h ~ 50 cm Pulverturm \u00f8 8m Oldenburg Curated by Dr. Sabine Isensee, Photograph Guido Schiefer ZU DEN FOTOGRAFIEN, ZEICHNUNGEN UND SKULPTUREN VON HELLA BERENT\u00c4GYPTISCH BLAU \u2013 KOSMISCHE FARBE DES ORIENTSDr. Sabine Isensee Bereits im dritten Jahrtausend vor Christus wurde im Alten [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":1546,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2202","page","type-page","status-publish","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Text 10: Angst im Gespr\u00e4ch 2005 - HELLA BERENT<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.hellaberent.de\/blog\/texts\/text-angst-im-gespraech-2005\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Text 10: Angst im Gespr\u00e4ch 2005 - HELLA BERENT\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Installation &#8211; 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